Fettiger Ansatz und Volumen

Macht ein Kurzhaarschnitt das Styling einfacher? Ich habe gehört, dass kurzes Haar leichter ist und deshalb von Natur aus mehr Sprungkraft hat. Außerdem frage ich mich, ob bestimmte Haarschnitte (wie Stufenschnitte, mit dem Messer geschnittene Spitzen oder texturierte Styles) noch mehr Fülle bringen. Gibt es spezielle Techniken, die sich besonders für feines oder glattes Haar eignen, das schnell in sich zusammenfällt?
Schneidetechniken für extra Stand
Wenn du bereit für einen neuen Haarschnitt bist, sind Stufen eine der besten Möglichkeiten, um das Volumen gleichmäßig zu verteilen. Lange, weich verlaufende Stufen nehmen Gewicht heraus, bringen aber trotzdem wunderbare Bewegung ins Haar. Kürzer geschnittene Stufen rund ums Gesicht lassen das Haar optisch noch dichter wirken.Bei glattem oder feinem Haar ist das Pointen (bei dem die Spitzen vertikal mit der Schere eingearbeitet werden) meistens die beste Methode. Das nimmt die harte Kante heraus, reduziert das Gewicht und unterstützt den natürlichen Stand. Sei allerdings vorsichtig mit dem Messer (Razor-Cut). Während es bei dickem Haar für tolle Textur sorgt, kann es feines Haar schnell ausgedünnt wirken lassen oder Spliss an den Spitzen fördern.
Styling-Hacks für zuhause
Wenn du deine Haare lieber lang lassen möchtest, helfen dir diese Tipps für mehr Fülle und weniger Fett:• Tiefenreinigung mit einer verdünnten Essigspülung: Mit der Zeit können Produktrückstände und Talg das Haar beschweren. Eine Spülung mit Apfelessig löst diese Ablagerungen, macht das Haar wieder leicht und vereinfacht das Styling enorm. Mische dazu 1 Teil Essig mit 4 bis 5 Teilen Wasser. Wende das einmal pro Woche nach dem Shampoo an und spüle es gründlich aus. Das schließt die Schuppenschicht und entfernt Fett, ohne dem Haar die Feuchtigkeit zu entziehen.
• Kopfüber föhnen für sofortigen Ansatzstand: Beuge deinen Kopf nach dem Waschen nach vorne und föhne deinen Ansatz bei mittlerer Hitze, bis er zu etwa 80 % trocken ist. Dadurch wird das Haar entgegen der Wuchsrichtung getrocknet und bekommt einen natürlichen Stand. Wenn du dich wieder aufrichtest, bringst du die Längen mit einer Rundbürste in Form, während der Ansatz perfekt voluminös bleibt.
• Klettwickler für langanhaltende Fülle: Selbst wenn du keine Locken magst: XXL-Klettwickler bringen ordentlich Fülle, ganz ohne enge Kringel. Für maximalen Stand wickelst du die einzelnen Passés „auf Basis“ (der Wickler sitzt direkt auf seiner eigenen Abteilung). Lass das Haar an der Luft trocknen oder nutze eine Trockenhaube, nimm die Wickler vorsichtig heraus und lockere das Haar für einen weichen, voluminösen Look leicht auf.
• Trockenshampoo als Pre-Styling-Tool: Die meisten nutzen Trockenshampoo erst, wenn der Ansatz schon fettig ist. Wenn du es aber direkt nach dem Waschen ins frische, trockene Haar sprühst, verleiht es Griffigkeit und Textur. So hält das Volumen deutlich länger. Einfach gezielt an den Ansatz sprühen, leicht einmassieren und erst dann föhnen oder stylen. So bildet es sofort eine Barriere gegen den körpereigenen Talg.
Die effektivsten Volumen-Routinen kombinieren meist verschiedene Methoden. Zum Beispiel: Starte mit einem Tiefenreinigungsshampoo (oder der Essigspülung). Arbeite vor dem Kopfüber-Föhnen einen leichten Volumenschaum in den Ansatz ein. Fixiere den Stand zum Schluss mit etwas Haarspray.
Probier einfach aus, was für deinen Haartyp am besten funktioniert. Feines Haar profitiert meist von leichtem Styling-Schaum und stumpfen Kanten (Blunt Cut) oder gepointeten Spitzen, während dickeres Haar durch interne Stufungen und Warmstyling-Tools in Form bleibt.
©Hairfinder.com
Siehe auch:
Wie man Haar föhnt
Gründe und Hilfe für fettiges Haar