Haare mit dem Handtuch trocknen

A: Auch wenn die richtige Technik das A und O beim Trocknen ist, macht die Wahl des Handtuchs definitiv einen spürbaren Unterschied. Standard-Frottierhandtücher besitzen eine Schlingenstruktur, die an der empfindlichen Schuppenschicht hängenbleiben und unnötige Reibung erzeugen kann. Glattere Alternativen wie Mikrofaser-Handtücher oder weiche Baumwoll-T-Shirts sind daher die deutlich bessere Wahl. Doch selbst mit einem normalen Handtuch kannst du Schäden durch die richtige Handhabung auf ein Minimum reduzieren.
Zuerst überschüssiges Wasser ausdrücken und trocken tupfen
Fahre dir nach dem Ausspülen oder beim Verlassen der Dusche zuerst sanft mit den Fingern vom Ansatz bis in die Spitzen durchs Haar. Das entwirrt leichte Knoten und lässt überschüssiges Wasser ganz natürlich ablaufen. Drücke danach einzelne Haarpartien vorsichtig mit den Händen aus, um so viel Feuchtigkeit wie möglich zu entfernen, bevor du zum Handtuch greifst.Nimm als Nächstes ein sauberes, trockenes Handtuch (am besten aus Mikrofaser oder glatter Baumwolle), um das Haar sanft trocken zu tupfen, statt es zu rubbeln. Tupfe zuerst die Kopfhaut und den Ansatz ab, da sich hier die meiste Feuchtigkeit sammelt. Vermeide starkes Hin- und Her-Frottieren, da dies die Schuppenschicht aufraut und unnötige Reibung erzeugt.
Drücke anschließend die Haarlängen und -spitzen behutsam zwischen den Falten des Handtuchs aus, um weitere Feuchtigkeit aufzusaugen. Wenn du langes, dickes oder sehr dichtes Haar hast, kann es helfen, zwei Handtücher zu verwenden und das erste auszutauschen, sobald es durchnässt ist. Bei kurzem Haar greifst du einfach kleine Passés mit dem Handtuch und drückst diese sanft aus, um das restliche Wasser aufzunehmen.

Das Haar locker einwickeln und behutsam behandeln
Sobald die meiste Feuchtigkeit entwichen ist, kannst du dein Haar für etwa 10 bis 15 Minuten locker in ein Handtuch wickeln (einen Turban drehen). So nimmt der Stoff weiterhin Feuchtigkeit auf, ohne das Haar schädlicher Reibung auszusetzen. Vermeide es jedoch, das Handtuch zu stramm auf dem Kopf zusammenzudrehen, damit kein Zug auf das Haar entsteht.Nasses Haar befindet sich in seinem empfindlichsten Zustand. Behandle es daher so schonend wie möglich. Je weniger Zug, Spannung und Reibung im nassen Zustand entstehen, desto gesünder und kräftiger bleibt deine Haarstruktur.
Wenn du dein Haar anschließend föhnen möchtest, verkürzt das gründliche Vortrocknen mit dem Handtuch die Föhnzeit beträchtlich. Dadurch ist dein Haar kürzer der direkten Föhnhitze ausgesetzt, was langfristig Hitzeschäden und ein Austrocknen minimiert.
Braucht man ein spezielles Haarhandtuch?
Produkte, die speziell für das schonende Haartrocknen entwickelt wurden - wie Mikrofaser-Handtücher oder spezielle Haarturbane -, bringen echte Vorteile für die tägliche Haarpflege. Ihre glatte Oberflächenstruktur nimmt Feuchtigkeit extrem effizient auf und erzeugt weitaus weniger Reibung als klassische Frottierhandtücher. Das macht sie zur perfekten Wahl für jeden Haartyp, ganz besonders aber bei feinem, lockigem, krausem oder geschädigtem Haar.Falls du jedoch gerade nur ein normales Frottierhandtuch zur Hand hast, kannst du dein Haar trotzdem schonend trocknen, indem du besonders achtsam vorgehst. Sanftes Arbeiten und die richtige Tupf- und Drucktechnik machen hier den entscheidenden Unterschied für gesundes, glänzendes Haar.
©Hairfinder.com
Siehe auch:
Zerbrechliches Nasses Haar
Wie man geschädigte Haare erkennt