Wechseljahre und Frizz

Locken in den Wechseljahren
Bild: Focus and Blur/Shutterstock
F: Ich habe von Natur aus Locken, die extrem schnell kraus werden. Ich bin in den Wechseljahren und merke jetzt, dass mein Haar ständig frizzig und kaum noch zu bändigen ist. Ich glaube, das liegt an den Hitzewallungen. Ich benutze schon ein Haarserum und rubbele das Haar nicht trocken, aber ich habe schon so viele verschiedene Shampoos, Conditioner und Seren ausprobiert, die mir im Salon empfohlen wurden, dass ich echt verzweifle. Ich möchte einfach nur, dass mein Haar gepflegt aussieht und sich seidig anfühlt!
 
A: Der beste Weg, um Frizz nachhaltig vorzubeugen, ist das Versiegeln der Schuppenschicht, damit keine äußere Feuchtigkeit in die Haarfaser eindringen kann. Stärkeres Schwitzen durch Hitzewallungen kann Frizz zwar verstärken, aber das ist keineswegs ein unlösbares Problem.
 
Jedes Mal, wenn das Haar zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt ist - sei es durch hohe Luftfeuchtigkeit, Schweiß oder Hitzewallungen - kann sich die Cuticula leicht anheben. Dadurch dringt die Feuchtigkeit tief in das Haarinnere ein. Wenn die Haarfaser diese Feuchtigkeit aufnimmt, quillt sie ungleichmäßig auf. Genau so entsteht der hartnäckige Frizz, den viele Frauen in den Wechseljahren kennen.
 
Die Wechseljahre selbst können die Haarstruktur ebenfalls nachhaltig verändern. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, bemerken viele Frauen eine deutliche Veränderung ihres Haargefühls. Das Haar wird oft trockener, poröser und verliert an Elastizität. Lockiges Haar neigt von Natur aus schneller zu Trockenheit, weil der körpereigene Talg der Kopfhaut es schwerer hat, entlang der geschwungenen Haarfaser bis in die Spitzen zu gelangen. In den Wechseljahren verstärkt sich diese Trockenheit noch einmal, wodurch die Locken noch anfälliger für Frizz werden.
 
Ein feuchtigkeitsspendendes, sulfatfreies Shampoo und ein passender Conditioner für geschmeidiges Haar mit Seidenfinish bilden die perfekte Basis. Achte auf Produkte, die intensiv Feuchtigkeit spenden, ohne die Locke zu beschweren. Drücke das überschüssige Wasser nach dem Waschen sanft mit einem Mikrofaser-Handtuch oder einem weichen Baumwoll-T-Shirt aus, anstatt das Haar trocken zu rubbeln. Starke Reibung raut die Schuppenschicht nur weiter auf und führt zu noch mehr Frizz.
 
Arbeite danach ein Anti-Frizz-Serum oder einen Leave-in-Conditioner in das handtuchtrockene Haar ein. Das hilft, die gebundene Feuchtigkeit direkt im Haar einzuschließen. Wenn du dein Haar föhnst, nutze immer einen Diffusor-Aufsatz auf niedriger bis mittlerer Hitzestufe. Der Diffusor schont deine natürliche Lockenstruktur. Zu starke Hitze entzieht dem Haar nur noch mehr Feuchtigkeit, weshalb ein schonendes Styling besonders wichtig ist.
 
Für das finale Styling greifst du am besten zu einer flexiblen Anti-Frizz-Stylingcreme oder einem leichten Haaröl statt zu schweren, klassischen Pomaden. Wachsbasierte Produkte hinterlassen auf Locken oft hartnäckige Rückstände, die sich nur mit tiefenreinigenden, austrocknenden Shampoos wieder entfernen lassen. Ein feiner Film aus einem leichten Anti-Frizz-Gel oder einem pflegenden Haaröl (wie Argan- oder Jojobaöl) versiegelt die Cuticula zuverlässig und blockiert überschüssige Luftfeuchtigkeit, ganz ohne deine Locken zu beschweren oder auszutrocknen.
 
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Siehe auch: Noch mehr Fragen zu lockigem Haar