Tipps gegen die Helmfrisur

Frau mit Motorradhelm
Bild: Klever Level/Shutterstock
F: Ich habe vor Kurzem mit dem Motorradfahren angefangen und beschäftige mich gerade intensiv mit dem Thema Helmfrisur. Ich habe mitteldickes, schulterlanges Haar, das ich als Bob trage (mit Pony und ohne Stufen). Kannst du mir ein paar Tipps oder Stylings empfehlen, die auch nach mehreren Stunden unter dem Helm noch gut aussehen?
 
A: Wie der Zufall es so will, habe ich einige Kundinnen und Kunden, die begeisterte Motorradfahrer sind. Und die Helmfrisur ist bei ihnen ein allgegenwärtiges Thema. Sie lösen das Problem auf unterschiedliche Weise, ganz nach persönlichem Geschmack.
 

Die Durag-Methode

Eine Fahrerin nutzt ein Durag, um ihr Haar vor dem Aufsetzen des Helms zu sichern. Sie steckt es unter dem Durag im Nacken zu einem tiefen, flachen Dutt zusammen. Das verhindert Reibung zwischen den Haaren und dem Innenfutter des Helms, ohne Druckstellen am Oberkopf zu erzeugen oder den sicheren Sitz des Helms zu beeinträchtigen.
 
Nach der Fahrt schüttelt sie ihr Haar einfach aus, geht mit einem grobzinkigen Kamm hindurch und lockert es mit den Fingern auf. Diese Methode funktioniert besonders gut bei mittellangem bis langem Haar, da sie zuverlässig vor Verfilzen schützt und die natürliche Fülle des Haares erhält.
 
So sicherst du dein Haar mit einem Durag
 

Tiefe Zöpfe & Twists

Eine weitere Option ist ein französischer Zopf unter dem Helm. Ein einzelner, tief angesetzter Zopf hält das Haar ordentlich zusammen und verhindert, dass es am Jackenkragen reibt oder im Fahrtwind fliegt. Der einzige Haken: Wenn du den Zopf nach einer langen Fahrt öffnest, bleiben sanfte Wellen im Haar zurück. Je nach Geschmack kann das ein schöner Nebeneffekt sein oder ein Look, den du lieber vermeidest.
 
Bei schulterlangem Haar wie deinem funktioniert auch ein tief angesetzter, lockerer Twist oder du machst dir zwei kleine Flechtzöpfe, die sauber unter den Helm gesteckt werden. Wichtig ist immer, dass die Haare tief im Nacken zusammengefasst werden und du voluminöse Stylings am Oberkopf vermeidest, da diese schmerzhafte Druckstellen erzeugen können. Jedes Styling, das die Passform deines Helms verändert, solltest du unbedingt vermeiden. Ein perfekt sitzender Helm ist entscheidend für deinen Komfort und deine Sicherheit.
 

Der Pony

Dein Pony braucht eventuell etwas mehr Aufmerksamkeit, da der Druck auf der Stirn und die Feuchtigkeit vom Stirnpolster des Helms ihn leicht plattdrücken oder strähnig wirken lassen. Versuche, deinen Pony vor dem Aufsetzen des Helms leicht auf eine Seite zu kämmen oder ihn mit etwas Styling-Creme oder einem Anti-Frizz-Serum zu bändigen.
 
Ein Taschenkamm und ein Mini-Trockenshampoo in der Jacken- oder Satteltasche machen das Touch-up unterwegs ganz einfach. Ein kurzer Sprühstoß an den Ansatz und einmal Durchkämmen geben verlorenes Volumen sofort zurück und absorbieren Feuchtigkeit, sobald der Helm abgesetzt ist.
 
Frau mit langen Haaren auf dem Motorrad
 

Spliss & Windschäden vermeiden

Besonders bei längerem Haar ist es extrem wichtig, dass es im Wind nicht zerzaust wird. Manche glauben, dass ein einfacher Pferdeschwanz beim Fahren reicht. Wenn dieser im Fahrtwind jedoch hin und her peitscht, hast du am Zielort meist komplett verfilztes Haar.
 
Diese ständige Bewegung erzeugt Reibung, die zu Knoten und Haarbruch führt. Mit der Zeit kann wiederholter Windschaden die Spitzen komplett ruinieren, sodass du die geschädigten Längen beim Friseur kürzen lassen musst. Wenn du dein Haar komplett unter dem Helm oder sicher im Jackenkragen verstaust, schützt du die Haarstruktur nachhaltig.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarstyling