Stirnband und Dutt

A: Sowohl Stirnbänder als auch Dutt-Frisuren sind für dein Haar völlig unbedenklich, solange du einen einfachen Grundsatz beachtest: Zu stramm ist schlecht. Viele machen den Fehler zu glauben, dass alles so fest wie möglich gezogen werden muss, damit die Frisur den ganzen Tag hält.
Dutts & Haarspannung
Ein Dutt, der zu fest gezogen wird, erzeugt eine direkte Spannung an punktuellen Stellen der Kopfhaut, je nachdem, wo er platziert ist. Das gilt besonders, wenn das Haar vor dem Eindrehen fest gezwirbelt wird und der Halt hauptsächlich auf diesem extremen Verdrehen und dem Eigengewicht der Haare basiert.Häufig spürst du sofort, wie Bereiche entlang des vorderen Haaransatzes oder an den Schläfen spannen, weil das Gewicht daran zieht. Noch riskanter ist das bei nassem Haar, da nasse Strähnen elastischer sind und unter hoher Spannung viel schneller brechen.
Mit der Zeit können diese dauerhaft belasteten Stellen eine sogenannte Traktionsalopezie entwickeln: eine Form von Haarausfall, die durch wiederholtes, starkes Ziehen an den Haarfollikeln entsteht.
• Frühe Anzeichen: Vermehrter Haarbruch, eine empfindliche Kopfhaut am Haaransatz oder stellenweises Lichterwerden. In diesem Stadium ist der Zustand noch vollständig umkehrbar, sobald du die Spannung herausnimmst.
• Langzeitfolgen: Wird monate- oder jahrelang stark am Haar gezogen, können die Follikel dauerhaft vernarben. Das macht das Nachwachsen der Haare deutlich schwerer oder sogar unmöglich.

So verhinderst du Schäden durch Dutts
• Verteile das Gewicht: Passe die Position des Dutts regelmäßig an, sodass sich der Zug gleichmäßiger über die Kopfhaut verteilt.• Vermeide zu starkes Eindrehen: Nimm deine Haare sanft zusammen, ohne sie zu einer starren Schnecke zu zwirbeln.
• Nutze Nadeln statt strammer Haargummis: Verwende mehrere Haarnadeln oder Bobby Pins, um den Dutt sicher zu fixieren und die Spannung auf mehrere Punkte zu verteilen.
• Steige auf bessere Haargummis um: Tausche dünne Elastik- oder einfache Gummibänder gegen weiche Stoff-Scrunchies, Seidengummis oder Spiralgummis aus, die Reibung und Zugkräfte minimieren.
• Variiere deinen Style: Trage deinen Dutt nicht jeden Tag an exakt derselben Stelle. Wenn du ihn mal höher, mal niedriger oder leicht versetzt trägst, verteilt sich die Belastung. Wenn du deinen Haaren eine komplette Pause gönnst – indem du sie offen oder als lockeren, tiefen Zopf trägst (besonders beim Schlafen) –, gibt das deiner Kopfhaut eine wohlverdiente Erholung.

Stirnbänder & äußerer Druck
Bei Stirnbändern gilt ein ganz ähnliches Prinzip: Ein Stirnband soll das Haar nur sanft aus deinem Gesicht halten, nicht deinen Schädel einquetschen.Wenn dein Stirnband tiefe Abdrücke hinterlässt, Schmerzen am Haaransatz verursacht oder Kopfschmerzen hinter den Ohren und an den Schläfen auslöst, sitzt es definitiv zu fest. Zu stramme Stirnbänder können die oberflächlichen Nerven und Blutgefäße rund um die Schläfen abdrücken, was häufig sogenannte Kompressionskopfschmerzen auslöst.
Ständige Reibung durch zu feste oder ungepolsterte Stirnbänder kann außerdem zu verstärktem Haarbruch entlang des Haaransatzes führen. Entscheide dich am besten für ein flexibles, breiteres Stirnband, um den Druck besser zu verteilen, oder wähle ein Modell, das mit weichem Stoff oder Seide gefüttert ist. So bleiben deine Haare ordentlich an Ort und Stelle, ohne dass du Kopfschmerzen oder Haarschäden riskierst.
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