Bob-Frisuren für ältere Frauen

Bob-Haarschnitt für eine ältere Frau mit grauem Haar
 
F: Sind Bob-Frisuren für ältere Frauen okay oder lassen sie uns am Ende sogar älter aussehen? Gibt es eigentlich eine ganz bestimmte Bob-Variante (wie gestuft oder Inverted), die uns optisch jünger wirken lässt?
 
A: Der eigentliche Trick, um jünger auszusehen, ist ganz einfach: Du musst dich mit deinem Look rundum wohlfühlen. Es ist gar nicht nötig, krampfhaft einen bestimmten Style zu erzwingen, nur um jünger zu wirken. Viel besser und effektiver ist es, einen schicken, klassischen Haarschnitt zu wählen und diesen modern und selbstbewusst zu tragen. Und genau dafür ist der Bob der perfekte Kandidat.
 
Ein Bob ist unglaublich vielseitig, extrem anpassungsfähig und steht den unterschiedlichsten Gesichtsformen hervorragend. Tatsächlich gehört er zu den absoluten Klassikern, die im Repertoire jedes Friseurs am häufigsten gefragt sind. Für Bob-Frisuren bei älteren Frauen gelten im Grunde genommen auch keine anderen Regeln als für Frauen in jedem anderen Alter.
 
Es gibt jedoch ein paar Varianten, die du kennen solltest, da jede Version des Bobs deinen Vorzügen auf eine ganz eigene Art und Weise schmeichelt:
 
• Ein gestufter Bob, bei dem die Nackenpartie etwas kürzer geschnitten ist, sorgt für ein schönes, sanftes Volumen am Hinterkopf. Er ist besonders dann eine hervorragende Wahl, wenn du dir mehr Stand und Fülle direkt am Haaransatz wünschst.
 
• Ein Inverted Bob zieht mit seiner markanten, nach vorne hin länger werdenden Silhouette den Blick geschickt nach unten und streckt das Gesicht optisch. Das sieht besonders bei etwas runderen Gesichtsformen absolut fantastisch aus.
 
• Ein weicher, durchgestufter Bob rahmt das Gesicht sanft ein, anstatt harte, strenge Linien zu erzeugen. Das ist oft die beste Wahl für reifere Jahre, da sich auch unsere Gesichtszüge und die Haut im Laufe der Zeit ganz natürlich verändern und weicher wirken.
 
Der Schlüssel zum perfekten Look liegt also nicht darin, den einen, vermeintlich „einzig richtigen“ Bob zu finden. Vielmehr geht es darum, genau die Variante auszuwählen, deren Form optimal mit deiner individuellen Gesichtsform und deiner persönlichen Haarstruktur harmoniert.
 
Kurzer Bob für ältere Frauen
 
Generell wirken auch die Haarfarben bei älteren Frauen meist etwas weicher. Das kann an der natürlichen Ergrauung liegen oder daran, dass man sich ganz bewusst für einen helleren Ton entscheidet, um die Gesichtszüge sanfter erscheinen zu lassen. Genau diesen Aspekt solltest du bei der Wahl deines Bobs im Hinterkopf behalten, denn Schnitt und Farbe arbeiten immer Hand in Hand.
 
Ein stumpf geschnittener, sehr grafischer Bob in einem dunklen, eintönigen Farbton kann schnell schwer oder streng wirken. Derselbe Schnitt in einer weicheren Nuance mit lebendigen Facetten – wie etwa einem warmen, buttrigen Blond, sanftem Karamell oder einem eleganten Silbergrau – wirkt dagegen sofort viel leichter, frischer und jugendlicher. Auch ein paar Strähnchen, die das Gesicht umspielen (sei es durch sanfte Stufen oder gezielt gesetzte Highlights), lockern den gesamten Look wunderbar auf, ohne dass du die Grundstruktur des Schnitts dafür verändern musst.
 
Denk auch daran, dass deine Haarstruktur eine entscheidende Rolle spielt. Feines Haar profitiert meist von einer stumpferen, kompakteren Schnittkante, die optisch sofort mehr Fülle und Dichte vorgaukelt. Dickeres oder gewelltes Haar verträgt dagegen problemlos mehr Stufen und Textur, wodurch es an Bewegung gewinnt, ohne dabei seine schöne Form zu verlieren.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Frisuren