Das Leben als Friseurin

Auf der ganzen Welt entscheiden sich Männer und Frauen für den Friseurberuf. Manche tun es einfach weil sie gerne mit Haar arbeiten. Das sind diejenigen, die als Kind bereits viele Stunden damit verbracht haben das Haar von langhaarigen Verwandten so lange zu bürsten, kämmen, flechten und mit ihm zu spielen, wie diese still sitzen konnten. Sie haben den „Ruf“ zu diesem Beruf.
Andere betrachten den Friseurberuf einfach als eine der Möglichkeiten, die sie im Leben haben. Sie haben meist viel Übung mit dem eigenen Haar oder mit dem Haar von Freunden und kennen wahrscheinlich einen Friseur oder eine Friseurin aus ihrem Freundeskreis oder der Familie. Für diese Individueen ist Frisieren ein Job mit dem sie vertraut sind und in dessen Umfeld sie sich wohl fühlen.
Andere sehen das Friseurhandwerk als ein Ventil für ihre Kreativität und eine Art den Lebensunterhalt mit einer künstlerischen und kreativen Tätigkeit zu verdienen. Sie freuen sich auf einen Job, der sie glücklich machen kann, weil sie etwas Schönes produzieren können.
Wiederum andere sind durch die Chance vielleicht berühmt zu werden motiviert. Sie wollen an der Spitze der Trendsetter sein und betrachten eine Karriere als FriseurIn als Sprungbrett um bekannt zu werde. Diese Kanditaten freuen sich wenn sie die sind, die von anderen als Experten in ihrem Fach von Schönheit und Style betrachtet werden.

Pro und Contra zum Friseurberuf
Egal, was sie zu dem Beruf bringt, oder was sie von einem Leben als Friseur oder Friseurin erwarten, es gibt Positives aber auch Negatives auf dem Weg. Hier sind erst einmal einige der positiven Aspekte:
• Menschen – Als FriseurIn geht es völlig darum den Kunden zu dienen. Daher werden sie jeden Tag mit vielen verschiedenen Menschen Kontakt haben. Das hält den Job frisch, herausfordernd und auch lohnend, da man ständig neue Gelegenheiten erhält anderen zu zeigen, was man für sie tun kann.
• Flexibilität – Als FriseurIn können sie ihren Beruf selbst gestalten. Sie können für andere arbeiten oder für sich selbst. Sie können einen regelmässigen Tag von 9 bis 5 Uhr haben oder mit Terminen arbeiten und dann nur die Zeiten wählen die ihnen und ihren Kunden und Kundinnen angenehm sind.
• Vielfalt – Die meisten ihrer Kunden und Kundinnen wollen unterschiedliche Leistungen. Es kann sein, dass sie viel Haar schneiden müssen, aber es gibt auch Termine für spezielles Styling, chemische Services wie Farbe, Dauerwellen oder Glättungen und je nach dem Stand ihrer Erfahrung und Ausbildung können sie ihren Kundinnen auch kosmetische Leistungen anbieten wie Gesichtsbehandlungen, Make-Ups oder auch Maniküren. Sie werden jeden Tag andere Dinge zu tun haben.

• Ausbildung – Typisch ist eine Ausbildung in einem Friseurbetrieb wo sie gleichzeitig lernen und auch selbst mehr und mehr aktiv werden und mit der Zeit und den Herausforderungen wachsen. Danach gibt es immer wieder fortführendes Training, entweder betriebsintern oder auf speziellen Schulungen um immer up-to-date und mit allem Wissen und Know How ausgerüstet zu sein.
Und natürlich, wie bei allen Berufen gibt es neben den Pluspunkten auch ein paar Minuspunkte, oder sagen wir lieber „Herausforderungen“. Dies sind Dinge, die es etwas schwieriger machen und die sie sorgfältig überdenken sollten bevor sie eine Entscheidung treffen:
• Verantwortung - Friseur und Friseurin zu sein ist eine GROSSE Verantwortung. Die meisten Leute, egal wie alt sie sind, welches Geschlecht oder welchen Beruf sie haben, sind sehr speziell wenn es um ihr Haar geht. Wenn sie zu ihnen kommen um das Haar schneiden oder färben zu lassen oder eine andere Leistung wünschen, dann erwarten sie von ihnen zu ihrem besten Aussehen gebracht zu werden und werden sie verantwortlich machen, wenn etwas schief geht. Unfälle können passieren und Haar wächst wieder nach, aber sie können davon ausgehen, dass Kunden nach einem Mißgeschick nicht wieder zu ihnen zurück kommen werden.
Sie sollten immer auf Nummer sicher gehen und keine Prozeduren ausführen, wenn sie nicht genau wissen, wie das Ergebnis sein wird. Vergessen sie nie: Kunden denken oft nicht daran anderen von einem guten Friseurbesuch zu erzählen, aber mit Sicherheit werden sie von einem schlechten Erlebnis berichten!

• Konkurrenz – Konkurrenz muss nicht unbeding negativ sein, aber es ist etwas, mit dem sich alle Friseurinnen auseinander setzen müssen. Jedes Jahr stürmen Hunderte und Tausende von neuen Friseuren in die Welt hinaus. Kunden sind nicht immer treu und bleiben nicht immer bei einer Friseurin oder einem Friseur, egal wie gut der Service war. Sie werden einige Kunden haben, die loyal sind und nur zu ihnen kommen so lange der Service gut ist. Allerdings wird jeder potentielle Kunde auch von anderen umworben. Wenn sie sich daran stören, dann könnten sie schnell entmutigt werden.
• Weiterbildung – Nach ihrer Ausbildung und Lizensierung ist ihr Training in der Beauty Industrie noch lange nicht vorüber. Es gibt immer wieder neue Techniken und auch neue Produkte und Vorgänge, die gelernt werden müssen um im Trend und Stil der Zeit zu liegen. FriseurInnen, die sich zurück lehnen und sich auf ihren Lorbeeren ausruhen, werden schnell feststellen, dass ihr Geschäft zurück geht. In manchen Regionen oder Staaten verlangen die Berufsorganisationen, dass man an weiterbildenden Massnahmen teilnimmt, um seine Lizens zu behalten.
Wenn sie es nun mit einer Karriere im Friseurwesen ernst meinen, denken sie gut über alle pro und contra Punkte nach und vergessen sie nie, dass es kein leichter Job ist. Wie bei jeder anderen Karriere auch, werden sie Dinge finden, die ihnen gefallen und andere, die sie nicht mögen. Wenn sie trotz der negativen Seiten weiterhin denken, dass es der richtige Beruf für sie ist, dann schliessen sie sich den Millionen von Friseuren und Friseurinnen an, die daran arbeiten die Welt schöner zu machen ... mit jedem Kunden und jeder Kundin ein wenig mehr.
©Hairfinder.com