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Haarpobleme
Kopfläuse
Sobald es für die Kinder heißt zurück in Schule machen Bakterien wie auch Kopfläuse die Runde. Dann jucken viele arglos aussehende,
kleine Köpfe und auf der ganzen Welt fangen Mütter an die kleinen, gräulich bis weißen Lauseier aus dem Haar ihrer Kinder zu entfernen.
Diese Eier, genannt Nissen, werden von der Laus sehr fest an das Haar geklebt und bei starkem Befall wie Perlen an einer Schnur an
den Haaren aufgereiht. Es gibt jedoch Wege und Möglichkeiten unsere Sprösslinge vor einer Invasion dieser kleinen Angreifer zu
schützen und, sollte sie nun doch passiert sein, diese wirksam zu bekämpfen.
In der Vergangenheit waren Kopfläuse vornehmlich ein Problem, welches bei Kindern aus Familien unterer sozialer Schichten anzutreffen
war. Wie auch immer, heutzutage sind Kopfläuse ein Problem, das sich über soziale Schranken hinwegsetzt.. Ob arm oder reich, die ganze
Spannbreite sozialer Schichten ist betroffen wenn es sich um Kopfläuse handelt. Warum also bekommen nun so plötzlich mehr Kinder
Läuse? Es hat sehr viel mit den Aktivitäten zu tun, denen unsere Kinder heutzutage nachgehen. So sind sie nicht nur in der Schule
zusammen, sondern auch beim Fußball, Turnen, Tanzen, in der Kindertagesstätte und so weiter. Kinder sind für gewöhnlich in ihrer
Freizeit in viele Aktivitäten eingebunden. So gibt es für sie neben der Schule viele weitere Möglichkeiten sich gegenseitig
anzustecken. Daneben werden Läuse immer resistenter gegen viele der hierzulande erhältlichen Produkte zur Bekämpfung von Kopfläusen.
Häufig wird auch durch eine falsche Anwendung des jeweiligen Produktes der Kopf nicht völlig von Läusen befreit. Das Ergebnis ist,
dass die Kopfläuse noch stärker bzw. resistenter werden.
Es scheint jedoch als ob Mädchen, besonders diejenigen mit langem Haar, anfälliger für Kopfläuse sind als andere Kinder. Der Grund
liegt darin, dass Mädchen generell mehr Körperkontakt miteinander pflegen und es lieben sich schick zu machen. Umarmungen mit anderen
Mädchen gehören genauso dazu, wie das Tauschen von Kämmen oder Bürsten. Ein weiterer Grund dafür warum langes Haar anfälliger für
Lausbefall ist, ist einfach der, dass es auch anfälliger dafür ist mit anderem Haar in Kontakt zukommen. Das schließt natürlich auch
Harr ein, das von Läusen befallenen ist. Ein weiteres Problem ist, dass es auch sehr viel schwieriger ist langes Haar, wenn es einmal
befallen ist, effektiv zu behandeln. Daher kehren auch viele Mädchen, die mit langem Haar in die Sommerferien entlassen wurden, nach
einer Lausbehandlung mit ... nun, nicht mehr so langem Haar wieder in die Schule zurück.
Was ist es nun also genau, das uns bei Kopfläusen die Kopfhaut jucken lässt? Es könnte etwas mit dem Lebenszyklus der kleinen Kerle zu
tun haben. Nissen, also die Lauseier, können nur von der geschlechtsreifen weiblichen Laus gelegt werden, die Ihren Weg zu einem neuen
Wirt nur durch Kriechen finden kann. Läuse können also, entgegen der weitverbreiteten Annahme, nicht springen oder fliegen oder sich
auf diese Weise von einem Wirt zu einem anderen fortbewegen. Einmal auf dem neuen Wirt angekommen ernährt sie sich von dessen Blut.
Sind die Eier dann einmal gelegt bedarf es nur zwischen 7 und 10 Tagen bis die Larven schlüpfen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die
Larven eine silbrige Färbung. Sobald sie jedoch anfangen sich ebenfalls vom Blut des Wirts zu ernähren, erhalten auch sie eine
rötlich braune Farbe. So braucht es nur weitere 7 bis 10 Tage bis die weibliche Laus geschlechtsreif ist und weitere Nissen legen
kann.
Die gute Nachrichte ist, dass eine Laus nur etwa 30 Tage lebensfähig ist. Die schlechten Nachrichten sind jedoch, dass sie in dieser
Lebensspanne von etwa 30 Tagen bis zu 100 Eier legen kann. Und ich kann Ihnen unter Garantie versichern, dass bei einer normalen
Kopflausinvasion mit mehr als nur einer weiblichen Laus zu rechnen ist. Ich überlasse es Ihnen es sich auszurechnen aber es ist
schon etwas beängstigend, oder? Also lassen Sie uns jetzt lieber über Vorbeugemaßnahmen reden, so dass die kleinen Larven gar nicht
erst die Chance bekommen zu schlüpfen.
Der erste Schritt besteht darin das Problem zu erkennen. Nissen sind glatt und von einer ovalen Form. Sie wurden von der Laus fest
an die Seiten des Haarschafts geklebt und können eine gräulich bis weiße oder auch eine braune Farbe haben. Grundsätzlich sind sie
ein wenig kleiner als Sesamkörner und haben immer die gleiche Form, was Ihnen hilft sie von anderen eventuellen Abnormitäten im Haar
zu unterscheiden. Der einfachste Weg das Haar Ihres oder Ihrer Kleinen von Läusen zu befreien, ist es die Nissen zu entfernen. Am
besten eignet sich hierfür ein sehr feinzackigen Läusekamm, der speziell hierfür gedacht ist. Nötig sind außerdem sehr viel Geduld
und mühsame Arbeit.
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